10 Tipps für frustfreies Lernen mit Kindern – So können Eltern ihren Kindern helfen

 

Frustfreies Lernen - 10 Lerntipps für Kinder, so können Eltern Ihren Kindern helfen

Frustfreies Lernen – 10 Lerntipps für Kinder, so können Eltern ihren Kindern helfen

 

Schulanfänger sind meist bei der Einschulung noch hochmotiviert sich neues Wissen anzueignen. Aber das ändert sich auch. Mit den Jahren in der Schule tritt immer mehr Unlust auf und die Motivation sich hinzusetzen Vokabeln, Matheformeln oder ähnliches zu lernen sinkt. Neben der Unlust steigt auch der Leistungsdruck, dem die Schüler ausgesetzt sind. Allein schon durch die Einführung von G8 also, dem Abitur nach 12 Jahren haben Schüler ein Jahr weniger Zeit, das benötigte Wissen zu erlernen und anzuwenden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass die Kinder lernen richtig zu lernen und auch von ihren Eltern durch gemeinsames Erarbeiten von Themen oder durch Abfragen unterstützt werden.

  1. An einem ordentlichen Arbeitsplatz und mit sortierten Unterlagen lässt sich besser lernen
    Frustfreies Lernen beginnt schon bevor nur ein Buch aufgeschlagen ist. Der Schreibtisch und auch der Raum, indem das Kind lernen soll, sollten aufgeräumt sein, über genügend Licht verfügen und genug Möglichkeiten bieten, sich zu entfalten. An einem aufgeräumten Ort werden Kinder nicht so schnell abgelenkt und können ihre Konzentration voll und ganz auf das entsprechende Thema lenken.
    So ist das auch mit den Schulunterlagen. Gut organisierte Unterlagen, Ordner und bereits abgeheftete Blätter machen es Kindern und Eltern leichter, einen Überblick über das Thema und des zu erlernenden Umfangs zu verschaffen. Die Frustration ist natürlich entsprechend hoch, wenn vor dem Lernen erst noch das Suchen der Unterlagen ansteht oder nicht alle Arbeitsblätter zum entsprechenden Lerninhalt da sind.
  2. Ruhe beim Lernen
    Zwar sagen Kinder immer wieder, dass sie lernen können, wenn der Fernseher läuft. Aber mal im Ernst? Welches Kind beschäftigt sich mit langweiligen Vokabeln, Matheaufgaben und Co. wenn nebendran eine spannende Serie ihrer Lieblingshelden läuft?
    Vor allem junge Schüler sollten Ruhe haben, um sich den Hausaufgaben und dem Lernen widmen zu können. Jedes Kind hat unterschiedliche Bedingungen unter denen es am besten lernt. Manche sitzen am Liebsten am Küchentisch und andere am Schreibtisch in ihrem Kinderzimmer. Wichtig ist hierbei, dass Eltern und auch Geschwister dem Schüler die Möglichkeit geben Ruhe zu haben.
  3. Biorhythmus beachten
    Jedes Kind hat einen anderen Biorhythmus. Es gibt Morgenmuffel und aktive Frühaufsteher. So ist es auch mit der Lernphase. So sind manche froh, wenn sie ihre Hausaufgaben direkt nach dem Mittagsessen erledigt haben und andere gehen zuerst ein wenig toben und spielen und finden danach die Motivation zum Lernen. Kinder und Eltern sollten sich abstimmen um den geeignetsten Zeitpunkt zu finden.
  4. Früh genug anfangen zu lernen
    Zwar kennen viele das aus ihrer eigenen Schulzeit, aber dennoch ist es nicht wünschenswert: Bulimie-Lernen. Manche Schüler können erst mit einem Zeitdruck das Wissen merken. Aber wie viele wissen, wird dieses Wissen nur im Kurzzeitgedächtnis behalten, für die Arbeit heraus gekramt und direkt danach wieder vergessen.
    Um Wissen im Langzeitgedächtnis zu verankern, benötigen Schüler eine längere Zeit. Deswegen ist anzuraten, genug Zeit zum Lernen einzuplanen und auch früh genug mit der Vorbereitung für einen Test anzufangen.
  5. Auf verschiedene Arten lernen – Erlerntes im Langzeitgedächtnis verankern
    In vielen Bereichen bauen Themen und Inhalte aufeinander auf, deswegen ist es umso wichtiger das Erlernte im Langzeitgedächtnis zu verankern. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Natürlich hilft es sich längere Zeit und auf verschiedene Weisen mit einer Sache zu beschäftigten. Beim Lernen von Vokabeln helfen zum Beispiel Karteikartenboxen, da die Kinder dann nicht nur die Wörter in der Anordnung im Buch lesen sondern sich auf jedes Wort im Einzelnen konzentrieren.
  6. Pausen machen
    Pausen sind beim frustfreien und effektiven Lernen sehr wichtig. Es hilft oftmals wenn die Kinder sich bewegen, etwas trinken und auch das Zimmer gelüftet wird. Vor allem wenn das Kind auf dem Schlauch steht, ist oftmals eine kurze Pause anzuraten, um dann mit neuer Motivation und neuem Ansatz an Themen zu gehen.
  7. Lernen mit einem Zappelphilipp
    Nicht jeder Schüler kann die ganze Zeit ruhig auf einem Stuhl sitzen bleiben. Dieser Schüler nutzen jede Gelegenheit sich abzulenken, ob durch das Mäppchen und Etuis, ein Bild oder durch etwas, was auf dem Tisch liegt. Hier sollten Eltern besondere Ruhe bewahren und nur noch die Dinge auf den Arbeitsplatz des Kindes legen, was wirklich gebraucht wird. Alles andere sollte aus der Greifnähe entfernt werden. Aber es gibt auch Aufgaben, bei denen es gar nicht notwendig ist, dass das Kind an einem Tisch sitzt. Beim Abfragen von Vokabeln oder beim auswendig lernen kann das Kind stehen, im Zimmer rumlaufen oder einen Ball hin und her werfen.
  8. Erlerntes in den Alltag integrieren
    Am Schreibtisch Lernen vor allem mit frustrierten Kindern macht oft keinen Spaß und demotiviert Eltern und Nachhilfelehrer, deswegen ist anzuraten den Schreibtisch zu verlassen und versuchen das Erlernte in Alltagssituationen anzuwenden. Das ist vor allem bei Sprachen einfach. So können Vokabelkarten an Schrank oder Tür geklebt werden, Filme in der Sprache gesehen oder spezielle Lieder gehört werden.
  9. Richtiges Loben
    Ein „Super gemacht!“ oder ein „Klasse!“ zaubert Kindern oftmals ein Lächeln ins Gesicht. Loben hilft die Motivation der Kinder zu steigern. Nur hier sollten Eltern aufpassen, dass sie es nicht übertreiben oder zu einem falschen Zeitpunkt loben. Denn Eltern schenken dem Kind gern Aufmerksamkeit, wenn es sich weigert und keine Hausaufgaben mehr machen möchte. Da hilft sicherlich mit dem Kind zu reden, eine Pause einzulegen oder die Aufgabe an einem praktischen Beispiel zu veranschaulichen.
  10. Eltern sind nicht immer die besten Nachhilfelehrer
    Eltern wollen nur das Beste für Ihre Kinder. Manchmal ist gut gemeint, nicht gut gemacht.
    In Schulen gibt es oftmals Hausaufgabenbetreuungen. Und auch Nachhilfelehrer sind oftmals eine gute Alternative um Fächer, die dem Kind schwerer fallen, zu lernen. Eltern haben manchmal nicht das Verständnis für ihr Kind und oftmals artet das miteinander Lernen zu einem handfesten Familienstreit aus. Deswegen lernen Kinder oft besser mit Menschen, die ihnen nicht so nah stehen wie ihre eigenen Eltern. Bei ihnen strengt sich das Kind mehr an oder kommt mit den eingespielten Maschen nicht durch.